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Neue Fahrzeuggeneration „Notarzteinsatzfahrzeug Feuerwehr Hamburg"
Fast anderthalb Jahre hatte es gedauert, bis die Planungen für eine neue Fahrzeuggeneration „NEF“ abgeschlossen waren. Der Arbeitskreis NEF traf sich damals, um die Bedarfe an das zukünftige Fahrzeug zu definieren.
Mitte März 2006 war es dann endlich so weit: Die letzten drei der insgesamt acht fabrikneuen Fahrzeuge wurden von der Firma Miesen, dem Aufbauhersteller, aus Bonn abgeholt. Letztendlich ist jedes Fahrzeug eine sehr aufwendige Einzelanfertigung, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Nur so ist gewährleistet, dass jedes Fahrzeug ganz speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Standortes zugeschnitten ist.

Die Fahrzeuge kurz vor der Fertigstellung in der Werkshalle der Firma Miesen in Bonn
Es handelt sich um einen VW T5 TDI mit Automatik und 130PS Turbodiesel. Das Fahrzeug besitzt diverse Neuerungen im Bereich der aktiven Sicherheit, wie z.B. Airbags in den Sitzen. Auch eine Klimaanlage konnte, neben der bereits üblichen Standheizung realisiert werden. Die moderne Warnanlage auf dem Dach mit der neuartigen Umfeldbeleuchtung ist zwar, wie immer, im Innenraum viel zu laut, aber dafür eben besonders gut wahrnehmbar. Auch die neue Beschriftung in Kombination mit der auffälligen Farbgebung macht das Fahrzeug schon von weitem sehr gut sichtbar. Die neuartige Motorweiterlaufschaltung ermöglicht es, bei laufendem Motor den Zündschlüssel abzuziehen um so bei längeren Standzeiten mit eingeschalteten elektrischen Verbrauchern die Batterien vor der Tiefentladung zu schützen.

Ein unüberschaubarer Kabelsalat verbirgt sich hinter den Verkleidungen

Ein neuartiges Navigationssystem ermöglicht es, zukünftig die Einsatzdaten aus dem Einsatzleitrechner der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg per Telemetrie direkt in das Navigationssystem zu übermitteln. Die lästige Eingabe des Einsatzortes wird somit bald Geschichte sein.

Neu ist auch die Platzierung der Medizinischen Geräte. Um den stets steigenden Anforderungen im Rahmen der Versorgung von Herzinfarkt- Patienten gerecht zu werden, befindet sich der Defibrillator/Monitor jetzt direkt hinter dem Beifahrersitz und kann somit bei entsprechender Indikation, beispielsweise für ein 12 Kanal- EKG, mit wenigen Handgriffen vom ärztlichen Personal entnommen, und mit an die Einsatzstelle gebracht werden. Gleiches gilt für die Beatmungseinheit, die sich hinter dem Fahrersitz befindet und somit durch den Rettungsassistenten bequem durch die seitliche Schiebetür entnommen werden kann.

Das Ergebnis von anderthalb Jahren Planung
Die Überführungsfahrt aus Bonn wurde dann somit gleich zur Testfahrt. Ein durchzugstarker und sprintfreudiger Motor in Kombination mit einem sehr ergonomischen und bequemen Innenausbau beugen etwaigen Ermüdungserscheinungen, auch nach 400 Kilometern, weitestgehend vor. Es wurde ein Fahrzeug beschafft, das in allen wesentlichen Punkten den Anforderungen an ein hochfrequentiertes Notarzteinsatzfahrzeug entspricht.
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